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Beizen und Passivieren

Beizen dient der Entfernung aller Verunreinigungen von der Edelstahloberfläche mit dem Ziel, eine metallisch reine Oberfläche zu erhalten. Nur auf solch metallisch reinen Oberflächen kann sich die schützende Passivschicht ausbilden. Zunderund Anlauffarben sind keine Passivschichten und somit potenzielle Angriffspunkte für Korrosion. Dasselbe gilt für  Ablagerungen, die während der Fertigung, besonders auf Baustellen, fast unvermeidlich sind. Die Beizverfahren beseitigen auf chemischem Wege alle Verunreinigungen und führen zu metallisch reinen Oberflächen

Passivieren bedeutet Ausbildung der schützenden Passivschicht. Dabei ist es unerheblich, ob dies auf natürlichem Wege durch Feuchtigkeit und Sauerstoff (innerhalb von Tagen) oder durch Passivierungschemikalien (Oxidationsmittel, innerhalb von Minuten) vor sich geht. Da bis zur vollständigen Ausbildung der Passivschicht jedoch Korrosionsgefahr besteht, empfiehlt sich die chemische Passivierung. Passivieren lassen sich nur metallisch reine Oberflächen.

 

Beispiele für Normen nach denen wir das Beizen + Passivieren von Edelstählen Ausführen.

SO 16048 – Beizen + Passivieren

Werkstoffart und BezeichnungVerfahrensklasse
Austenitische Chrom-Nickel-Stähleund ferritische Stähle C3 oder A2, A3, A4, A5, F1
Ferritische und martensitische Chrom-Stähle A1 oder C4
Austenitische ausscheidungshärtende Stähle C1
Martensitische ausscheidungshärtende Stähle C4

DIN EN 2516 – Passivieren

Werkstoffart und BezeichnungVerfahrensklasse
Austenitische Chrom-Nickel-Stähleund austenitische / ferritische Stähle C1 oder C2
Ferritische und martensitische Chrom-Stähle C4
Austenitische ausscheidungshärtende Stähle C1
Martensitische ausscheidungshärtende Stähle C4
Hochwarmfeste Nickellegierungen C1 ode rC2